Pho

Das Nationalgericht Vietnams wird laut Aussage von Van, unserer Kochkurschefin in Hoi An, von 70 Prozent der Bevölkerung zum Frühstück gegessen, von Touristen auch zu allen anderen Tageszeiten. Frühstück bedeutet hier ab 6 Uhr, wenn die Garküchen zu brodeln und die Straßen zu hupen beginnen. Pendler kommen mit ihren Mopeds in die Stadt und frühstücken dann vor Ort bevor es zur Arbeit geht. Ich weiß nicht, was eine Pho in einer Garküche kostet, denn ich habe mich mit meiner westlichen Brille für Lebensmittelfrische und Spülhygiene nicht getraut, dort zu essen und Preistafeln gibt es nicht. Wir haben Pho unter anderem in den Ketten „Pho 24“ und „Pho 200“ (in dem auch schon Bill Clinton sein Süppchen geschlürft hat) gegessen. In der 24er Edition in Hanoi saß neben uns ein vermutlich japanischer oder chinesischer Tourist, der in seinem Reiseführer erst einmal wild geblättert hat, um das richtige zu bestellen. Ich dachte erst, er wäre ein Einheimischer und hätte ein Gutscheinheft, weil in seinem Buch seitenweise nur Bilder von Gerichten auf Tellern abgebildet waren. Vor seiner Bestellung hat er die Bedienung aber erst einmal auf Englisch um etwas Bedenkzeit gebeten. Die Kamera auf dem Tisch war auch verräterisch, also doch ein Tourist. Die servierte Nudelsuppe hat er dann aber sehr trainiert und fachmännisch mit Stäbchen und Löffel gegessen und war nach einer kurzen Inhalationsphase auch schon wieder verschwunden.

Frühstück auf dem Markt in Hoi An
Frühstück auf dem Markt in Hoi An

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