Ankommen in Lissabon und der Traum von selbstfahrenden Autos

Auf dem Weg von der U-Bahn Station Martim Moniz zur Unterkunft in Lissabons Altstadt. Es ist früh, die Stadt am Tejo wird erst später richtig wach. Ein paar verstreute Touristen-Paare sind schon unterwegs und ziehen – so wie wir – etwas planlos durch die Gassen, die sehr organisch gewachsen sind. Es geht bergauf – so wie fast immer in der Stadt auf sieben Hügeln.

Blick von einem der Miradours

Die Gehwege der gewundenen Gässchen sind fast zu schmal für eine Person mit Gepäck. Baustellen, parkende Autos, Müll und Hundekot sorgen für zusätzliche Slaloms und lassen mich auf die Straße ausweichen. Ich rekonstruiere in meinem müden Kopf gerade, dass ich schon seit vier Uhr früh auf den Beinen bin und noch eine Stunde Zeitverschiebung dazu kommt. Ein lautes, schepperndes Klingeln lässt mich erschrecken: hinter einer leichten Kurve kommt eine der ikonischen gelben Straßenbahnen Lissabons den Hügel hochgeächzt. In ihrem Inneren knipsen Touristen Selfies. Ich presse mich mit der Reisetasche gerade noch rechtzeitig an eine Häuserwand und fühle den Fahrtwind der Bahn. Nur Zentimeter trennen mich von der Tram. Diese Szene werde ich in den nächsten Tagen noch mehrmals erleben: mal mit Autos, Tuk Tuks, Motorrädern oder kleinere Lieferwagen. Mensch gegen Maschine im Wettstreit um den freien Weg. Entschuldigt die Dramatik, vier Uhr morgens wie gesagt.

Pastel de Nata

Nach einem Kaffee und einem Pastel de Nata in der Sonne sieht die Welt schon anders aus und Lissabon zeigt sich von seiner fröhlichen Seite. Musiker haben es geschafft, sich unbefahrene Plätze zu sichern und liefern den Soundtrack für den Blick von einem der „Miradouros“ über die Hügel und den Tejo. In den nächsten Tagen werde ich die Stadt, das nah gelegene Meer und vor allem Alfama [siehe Blogartikel] intensiver erkunden.

Fun fact: ich habe gegoogelt, ob es eine Statistik zu angefahrenen Touristen in Lissabon gibt. Nichts gefunden, dafür einen Artikel über einen Typen aus Kalifornien, der Bausätze für Autos anbietet, damit sie selbst fahren können. Ironischerweise hat er sein System in Lissabon vorgestellt.

 

Fotos: Bild „Miradour“ by Monsieur Olivier. Andere Bilder von Imhierunddort

4 Gedanken zu „Ankommen in Lissabon und der Traum von selbstfahrenden Autos

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